Über die Shootings

Ich biete im Bereich der künstlerischen Portraitfotografie eine ganze Reihe von Dingen an, die dir absolut individuelle und persönliche Portraits garantieren. Von Fototechniken, die 1851 erfunden worden sind, bis hin zur digitalen Fotografie ist alles möglich, auch wenn mein Schwerpunkt auf jeden Fall in der analogen Fotografie liegt. Eine Übersicht über alle Angebote habe ich hier zusammengestellt. Sollte dein Anliegen nicht dabei sein, nimm doch gerne Kontakt mit mir auf.

Ted Grant hat es einmal sehr schön formuliert: „When you photograph people in colour you photograph their clothes. But when you photograph people in B&W, you photograph their souls!“.

Farbe in einem Bild macht für mich nur dann Sinn, wenn es zum Narrativen und/oder zum Gefühl des Bildes beiträgt. Es ist also immer eine individuelle Motiv-Entscheidung, aber man sieht meines Erachtens wunderbar, wie oft Farbe keins dieser Kriterien erfüllt.

Vor einem Shooting

Wenn es keine konkret besprochene Bildidee gibt, die besondere Kleidung erfordert: einfach das, in dem du dich wohlfühlst. Am besten aber nichts, was zu wild gemustert ist, da das meist ablenkt. Auch solltest du immer Wechselkleidung und -schuhe dabei haben, so dass man Outfits wechseln und ggf. anpassen kann.

Wichtig ist auch, dass du dir vorher Gedanken machst, ob du eher mit historisch anmutender Kleidung (z.B. bei Nassplattenbilder) oder moderner Kleidung vor die Kamera treten möchtest.

Achtung bei Nassplatten-Bildern: Die Bilder auf Nassplatte sind spiegelverkehrt, das heißt, dass Schriften, Logos etc. auf dem fertigen Bild dann ebenfalls spiegelverkehrt zu sehen sein werden. Solltest du unbedingt etwas mit Schrift verwenden wollen, dann kontaktiere mich vor einem Shooting, so dass wir die Möglichkeiten besprechen können. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Farbspektrum von Nassplatten extrem anders ist. Rot wird tiefschwarz und sollte daher vermieden werden, blau kann in Richtung weiß gehen.

Bei Aktbildern sollte man folgendes beachten: Es ist ganz wichtig, Druckstellen durch Kleidung zu vermeiden. In den Stunden vor einem Aktshooting sollte auf engsitzende Kleidung (insbesondere Unterwäsche / BH und enge Socken) verzichtet werden. Gut ist auch, wenn ein Bademantel mitgebracht wird, den man sich zwischen den einzelnen Motiven schnell überziehen kann, ohne dass er selbst wieder Spuren am Körper hinterlässt.

Make-Up ist bei mir kein Muss. Auch hier gilt, dass du dich einfach wohlfühlen und daher den Grad des Make-Ups selbst bestimmen solltest. Wenn du mit Make-Up kommst, auf jeden Fall Schminksachen mitbringen um das Make-Up auffrischen und/oder ändern zu können. Bei Outdoorshootings und langen Haaren sollte auf jeden Fall ein Haargummi oder Haarspange dabei sein, damit man notfalls die Haare bändigen kann.

Auch falls du normalerweise kein Make-Up trägst, wäre es gut, gerade bei Bildern mit Blitzen Puder mitzubringen, um das Glänzen der Haut zu minimieren.

Eine Visa kann auf Wunsch dazugebucht werden.

Achtung: Kollodium-Nassplatte hat ein völlig anderes Farbspektrum, was man beim Schminken unbedingt beachten sollte. Rot wird tiefschwarz (Hautunreinheiten könnten so daher auch mehr zu Tage treten), blau kann in Richtung weiß gehen. In diesem Blogeintrag habe ich dazu mal Beispiele gezeigt.

Es ist ganz wichtig, Druckstellen durch Kleidung zu vermeiden. In den Stunden vor einem Aktshooting sollte auf engsitzende Kleidung (insbesondere Unterwäsche / BH und enge Socken) verzichtet werden. Gut ist auch, wenn ein Bademantel mitgebracht wird, den man sich zwischen den einzelnen Motiven schnell überziehen kann, ohne dass er selbst wieder Spuren am Körper hinterlässt.

Absagen von mehr als 7 Tagen vor einem Fotoshooting sind kostenfrei. Bei Absagen zwischen 7 und 4 Tagen vor einem Fotoshooting werden 25% des vereinbarten Preises fällig, bei Absagen ab 4 Tage vor einem Shooting werden 50% des vereinbarten Preises fällig, bei Absagen ab 24 Stunden vor einem Shooting oder bei Nichterscheinen werden 100% des vereinbarten Preises fällig. Unter Vorlage eines ärztlichen Attests bis 3 Stunden vor einem Shooting kann kostenfrei storniert werden.

Sonderfall Babybauch-Shootings: Vereinbarte Babybauch-Shootings können kostenfrei bis 3 Stunden vor einem geplanten Shooting verschoben werden – auch ohne Attest.

Während eines Shootings

Selbstverständlich. Begleitpersonen sind immer willkommen. Es kann dann aber auch mal passieren, dass diese Person  einen Aufheller halten darf.

In der Regel besprechen wir zuerst noch mal gemeinsam das Motiv und suchen aus den mitgebrachten Sachen die passende Kleidung und ggf. Requisiten aus. Dann wird das Motiv „eingerichtet“ — d.h., dass du dich dann entsprechend vor der Kamera positioniert und ich den richtigen Bildausschnitt finde und das Licht entsprechend setze.

Steht alles, gehe ich in meine (mobile) Dunkelkammer und beschichte die Trägerplatte mit Kollodium. Danach geht die Platte für 4 Minuten in ein Silberbad und wird danach in die Filmkassette eingelegt. Von diesem Punkt an muss alles zügig gehen, da man von diesem Moment bis zum Moment der Filmentwicklung ein Zeitfenster von etwa 8-10 Minuten hat.

Mit der Filmkassette komme ich zurück zum Set, kontrolliere noch mal die Bildschärfe und lege dann die Kassette in die Kamera ein. Dann geht es an die Belichtung, die Ruhe und Konzentration erfordert, da übliche Belichtungszeiten zwischen 5 und 20 Sekunden liegen (es sei denn, wir verwenden einen Blitz). Je nach Pose gibt es für dich dabei eine Kopfstütze, die dir das Halten erleichtert. Blinzeln ist natürlich kein Problem, die Augen sollten aber auf einem Punkt ruhen.

Nach dem Fotografieren geht es wieder zurück in die Dunkelkammer und das Bild wird innerhalb von etwa 10 Sekunden entwickelt. Nach dem Stopp der Entwicklung kann mit dem Bild schon wieder ins Helle gegangen werden, so dass alle Beteiligten den spannenden Moment der Bildumwandlung im Fixierbad mit betrachten können.

Danach muss das Bild noch für eine längere Zeit gewässert und später mit einer Firnis überzogen werden. Sollte es sich um einen Fehlschuss handeln, weil du z.B. doch gewackelt hast, gibt es kostenlos einen weiteren Versuch. Je nachdem wie viele Platten du gebucht hast, werden nun ggf. die weiteren Motive fotografiert.

Es kommt darauf an, welche Dunkelkammer ich bei dem Shooting nutze. Sollte es im Studio oder das Dunkelkammerzelt sein, so ist das gar kein Problem — das Studio und das Zelt bietet genug Platz für drei Personen und du kannst bei allen Schritten mit zuschauen. Sollte ich die mobile Dunkelkammer in meinem Auto nutzen, so ist dies aus Platzgründen leider nicht möglich. Den spannenden Moment der Umwandlung des Bildes im Fixierbad kannst du aber auch dabei sehen.

Warme Getränke sind natürlich immer eine gute Option, bewährt haben sich auch die ThermaCare Rückenumschläge, die nahezu unter jeder Kleidung getragen werden können und für eine angenehme Wärme sorgen. Hat sich auch schon auf vielen Filmsets bewährt. Äußere Wärmeanwendungen, wie ThermaCare und Wärmflaschen, sind auf Körperstellen, die noch nackt abgelichtet werden (-> Akt oder nackter Babybauch), allerdings nicht zu empfehlen, da sie zu Hautrötungen führt.

Babybauch-Shootings

Idealerweise im Zeitraum etwa der 30. – 34. Schwangerschaftswoche. Vorher ist der Bauch meist zu klein, später wächst er meist nicht mehr so signifikant an, aber das Wohlbefinden der werdenden Mutter lässt gerade in Bezug auf Fotos eher nach. Dazu beginnt sich das Kind ab etwa der 35. Schwangerschaftswoche in Richtung Becken zu orientieren, so dass der Bauch anfängt auch nach unten zu sacken.

Natürlich gilt auch hier, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt und selbstverständlich sind auch Shootings nach der 34. SSW möglich, so wie z.B. bei Kim Antonia (37. SSW) oder Vanessa (38. SSW). Und auch vor der 30. SSW kann der Bauch schon groß genug sein wie bei Anna (27. SSW). Zu dem Thema habe ich auch einen eigenen Blogeintrag geschrieben, den Du hier lesen kannst.

Wichtig ist, dass du in den Stunden vor dem Shooting keine enge Kleidung über den Bauch trägst, die Druckstellen hinterlassen können. Für Babybauch-Akt siehe ansonsten oben auch die Tipps für Aktaufnahmen.

Am besten frühzeitig, so dass wir sicherstellen können, dass zwischen deiner 30. und 34. Schwangerschaftswoche auch dein Wunschtermin sicher frei ist.

Aber natürlich lohnt auch kurzfristig eine Anfrage, ob wir da was ermöglichen können.

Leider kann es während einer Schwangerschaft ab und an vorkommen, dass man sich an einem Tag doch nicht so gut fühlt. Bei einem Babybauchshooting kannst Du bis 3 Stunden vor einem Shooting den Termin kostenlos verschieben – auch ohne ein ärztliches Attest.

Broken Body Shootings

Auf jeden Fall. Fast alle Gipse, die bisher in der Serie vorgekommen sind, waren keine medizinischen Gipse sondern wurden extra für das Fotoshooting angelegt.

Nein, fast alle Sachen sind direkt für die Serie inszeniert worden. Insofern ist natürlich keine wirkliche Verletzung notwendig, um bei der Serie mitmachen zu können.

Ich fertige sie ganz normal wie medizinische Gipse auch an. Zuerst gibt es einen Schlauchverband, der die Haut schützt und nachher auch die Polsterbinden an den Enden des Gipses in Position hält. Danach werden Polsterbinden verwendet, damit der Gips nirgendswo drücken kann und es innen angenehm weich ist. Abschließend kommen (Kunststoff-)Gipsbinden, die dann für die Festigkeit sorgen.

Mit einer ganz speziellen Säge, die nur durch festes Material wie die Gipsbinden schneiden nicht aber weiches Material wie Polsterbinden oder gar Haut. Die Säge ist zwar laut, aber völlig ungefährlich. Eine Verletzung ist damit absolut ausgeschlossen.

Worum es in dieser Serie geht und wie bisher die Shootings geplant wurden, habe ich in diesem Blog-Eintrag einmal zusammengefasst.

Nach einem Shooting

So, wie du es gebucht hast. Dabei stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Analoge Fotoshootings: Übersicht als tatsächlicher Kontaktbogen, Drucke als Giclée- oder Silbergelatine-Prints, digitale Version auf CD oder USB-Stick.

Digitale Fotoshootings: Übersicht als pdf-Download, Drucke als Giclée- oder Silbergelatine-Prints, digitale Version auf CD oder USB-Stick.

Kollodium-Nassplatte: Nur als fertige Platte, die Platte fertig gerahmt, als Silbergelatine-Prints vom Negativ usw. Wenn Scans mit gewünscht waren, liegen sie auf CD oder USB-Stick bei.

Kontaktbogen:

Den analogen Kontaktbogen kannst du dir in der Regel innerhalb von 2-3 Werktagen abholen oder zuschicken lassen. Auch der digitale Kontaktbogen wird innerhalb dieser Zeit versendet.

Gescannte Bilder:

Gescannte Bilder sind innerhalb von 1-2 Wochen nach dem Shooting bereit zum Abholen oder Versand.

bearbeitete Digitalbilder:

Bearbeitete digitale Bilder sind innerhalb von 2-3 Wochen nach dem Shooting bereit zum Abholen oder Versand.

Kollodium-Nassplatte:

Glas, Aluminiumbilder mit richtiger Sandarak-Firnis und Bilder, die auch gescannt werden sollen, können in der Regel innerhalb von einer Woche nach dem Shooting abgeholt werden, bzw. ich bringe sie in den Versand. Gerahmte Bilder sind in der Regel nach spätestens 2 Wochen fertig.

Drucke:

Je nach Papierwahl sind Giclée-Bilder innerhalb von einer Woche bereit zum Abholen oder Versand, Silbergelatine-Prints innerhalb von 2-3 Wochen.

Digitale Bilder werden professionell entwickelt und bearbeitet. Analoge Drucke werden mit allen Techniken der Dunkelkammer (Nachbelichten, Abwedeln etc) bearbeitet, ebenfalls Scans werden ensprechend angepasst.

Kollodium-Bilder werden gar nicht retuschiert — auch die Scans nicht. Artefakte gehören zum Prozess einfach dazu.

Selbstverständlich. Alle Bilder, die als Negativ vorliegen (Film, Glasplatte) kann ich dir als Giclée- und Silbergelatine-Prints anbieten. Digitale Bilder und Scans von Nassplatten-Unikaten sind ebenfalls als Giclée-Drucke möglich.

Bei den privat gebuchten und bei den kostenlosen Shootings gilt, dass die Bilder nur zur privaten Nutzung verwendet werden dürfen, das inkludiert die Verwendung im eigenen Facebookprofil, der eigenen Homepage und/oder Sedcard im Netz. Dabei ist allerdings immer der Namen des Fotografen zu nennen. Darüber hinausgehende Nutzungen und die kommerzielle Nutzung muss vertraglich vereinbart werden. Bei gewerblichen Kunden und/oder Editorialaufträgen werden die Nutzungsrechte individuell vertraglich vereinbart.

Nein, die Bilder dürfen ohne schriftliche Erlaubnis nicht durch Dich oder andere Personen weiter bearbeitet werden – das gilt auch für Änderungen des Bildbeschnittes / Bildformates. Auch gewerbliche Kunden benötigen dafür eine schriftliche Erlaubnis. Alles andere wären Verstöße gegen das Urheberrecht.

Nein. Einzig gewerbliche Kunden bekommen gegen Aufpreis die RAW-Dateien zur Verfügung gestellt. Negative werden generell nicht herausgegeben.

Die von mir erworbene Bildplatte und/oder die ggf. von mir dazu erworbenen Prints darfst du weiterverkaufen — sie sind dein Eigentum. Nur darfst du keine Prints / Kopien davon selbst erstellen und/oder veräußern.

Sonstige Fragen

Du kannst direkt nach dem Shooting entweder bar oder mit EC-Karte (Maestro, V Pay, Visa Electron) bzw. Kreditkarte (MasterCard, Visa, American Express. JCB, Diners Club, China Union Pay, Discover) sowie mit Google Pay und Apple Pay bezahlen. Gewerbliche Kunden können auch via Rechnung/Überweisung bezahlen.

Aufträge für Drucke und individuell hergestellte Produkte werden nur gegen Vorkasse angenommen.

Prinzipiell ist das möglich – mit Ausnahme von Juni und Juli, sowie in den Sommerferien. Wenn du dich für ein Praktikum interessierst, dann bewirb dich einfach mit einer aussagekräftigen Bewerbung, die du an foto (at) schlicksbier (punkt) com mailen kannst.

Praktika sind grundsätzlich nicht vergütet.

Leider nein, da ich keinen Ausbilderschein habe.

Ja, ich bin ausgebildeter Fotograf und übe diese Tätigkeit hauptberuflich aus.

Ich bin neben meiner fotografischen Tätigkeit noch als Dozent für Fotorecht tätig und halte auch Vorträge zu verschiedenen fotografischen Themen wie „Konzeptionelle Fotografie“, „Narrative Portraitfotografie“ etc.

Darüber hinaus arbeite ich als Bildbearbeiter im Bereich Color Correction.