Inhalt dieses 2. Teils
Auf Grund der Fülle habe ich für die Übersichtlichkeit den Artikel nun aufgesplittet. Im ersten Teil habe ich mich auf die Objektive konzentriert, in diesem Teil 2 geht es nun um die Filter, die man vor die eigenen, eh schon vorhandenen Objektive schrauben kann.
Zur Frage Warum überhaupt Weichzeichner meiner Meinung nach überhaupt interessant sind, habe ich in der Einführung zum ersten Teil geschrieben.
Das Licht nicht vergessen
Wie auch bei den Objektiven spielt das Licht auch bei den Filtern eine wesentliche Rolle. Wenn man Gegenlicht mit einfängt, verstärkt sich der Weichzeichner-Eindruck signifikant. Daher habe ich bei allen Beispielbildern eine Variante mit Blitz im Bild und eine ohne fotografiert. Genau so darf der Hintergrund nicht außer Acht gelassen werden. Im Studio, gerade wenn man die Blende auch noch etwas weiter schließt, muss man oft zu härteren Bandagen greifen, als draußen offenblendig on location.
Download der Beispielbilder
Alle Testbilder mit dem Puppenkopf kann man sich in voller Auflösung und in Farbe hier herunterladen. So kann man einen Eindruck von Farbsäumen u.ä. bekommen und sie ggf. auch noch mal im eigenen Geschmack zu schwarz-weiß Bildern konvertieren.
Bevor wir weiter einsteigen, möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass hier jetzt nur Kleinbildobjektive betrachtet werden. Auch im Mittelformat und ganz besonders im Großformat gibt es noch weitere Weichzeichner-Objektive. Solche Großformat-Objektive eignen sich aber nicht wirklich für das Adaptieren an eine Kleinbildkamera.

Fujifilm X-T5, XF56/1.2, Softar 1 Filter
Wer es mal in Photoshop versuchen möchte
In Foren kam natürlich immer wieder die Bemerkung auf, dass das alles mit Photoshop doch viel einfacher zu bewerkstelligen sei; allerdings wurde dann leider nie der beispielhafte Weg dafür angetreten. Wer sich also gerne dran versuchen möchte, den einen oder anderen Filter-Effekt, der hier im Blog-Artikel aufgezeigt ist, 1:1 mit Photoshop nachzubauen und bereit ist, das Ergebnis und den Weg dann auch mit uns anderen zu teilen, der/die kann hier diese RAW-Dateien für das Vergleichsbild aus der Filter-Testreihe herunterladen. Mit dem Bild lässt sich die Wirkung dann wirklich gut vergleichen.
Weichzeichner-Filter
Nicht jede Weichheit ist gleich
Bevor wir uns die einzelnen Filter ansehen, lohnt sich eine kleine Unterscheidung. Denn „weich“ ist in der Fotografie ein erstaunlich unpräziser Begriff. Ein Filter kann feine Details und Mikrokontraste reduzieren, Licht um helle Stellen streuen, dem gesamten Bild einen Nebelschleier hinzufügen oder ein scharfes Grundbild mit einem zweiten, diffuseren Bildanteil überlagern. Auf den ersten Blick sehen alle diese Ergebnisse irgendwie weicher aus. Fotografisch sind es aber vollkommen unterschiedliche Effekte.
Genau deshalb ersetzt ein moderner Diffusionsfilter auch nicht automatisch ein klassisches Weichzeichner-Objektiv und ein Fog-Filter ist kein stärkerer Black Mist. Die Frage ist weniger, wie viel Weichzeichnung man möchte, sondern zunächst, welche Art von Weichheit überhaupt zum Bild passen soll.
Das macht Vergleiche allerdings nicht ganz einfach. Hersteller verwenden Begriffe wie „Diffusion“, „Soft“, „Mist“ und „Fog“ keineswegs immer einheitlich und hinter zwei äußerlich ähnlichen Filterscheiben können vollkommen unterschiedliche optische Ideen stecken. Die folgenden Kategorien sind deshalb weniger als naturwissenschaftliche Systematik zu verstehen, sondern als Versuch, die Filter nach ihrem fotografischen Eindruck und ihrer grundsätzlichen Funktionsweise zu sortieren.
Diffusionsfilter
Die einzigen physischen Filter, die heute noch recht häufig Verwendung in der Fotografie finden, sind wahrscheinlich Pol- und ND-Filter – abgesehen von den zahllosen UV- und Klarglas-Filtern, die hauptsächlich als Linsenschutz dienen. Diffusionsfilter haben dagegen vor allem in der Videographie und im Film nie wirklich aufgehört zu existieren. Mit den immer höher auflösenden digitalen Kameras haben sie inzwischen auch in der Fotografie wieder deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen.
Dabei sollte man moderne Diffusionsfilter nicht automatisch mit den klassischen Weichzeichnern gleichsetzen. Je nach Konstruktion können sie beispielsweise feine Details und Mikrokontraste reduzieren, den Gesamtkontrast beeinflussen oder Licht um helle Bildbereiche streuen. Das eigentliche Bild bleibt dabei grundsätzlich vorhanden und erkennbar scharf. Dem Bild wird vielmehr ein diffuser Lichtanteil hinzugefügt.
Auch ich habe mein Fujifilm XF33/1.4 mit einem modernen Shimmer Diffusion Filter für meine Fotografie „entschärft“. Das Objektiv wird dadurch natürlich nicht plötzlich zu einem Minolta Varisoft. Es verliert aber etwas von jener klinischen Klarheit, die moderne, hochkorrigierte Objektive auf hochauflösenden Sensoren entwickeln können.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Varianten wie Black und White Mist oder Glimmerglass. Die Namen sind dabei keineswegs nur unterschiedliche Bezeichnungen für denselben Effekt. Moderne Filmfilter werden unter anderem danach unterschieden, wie stark sie die Auflösung beziehungsweise Detailzeichnung beeinflussen, den Kontrast verändern und Halos oder Überstrahlungen um helle Bereiche erzeugen. Zwei Filter, die auf einem Produktfoto beinahe gleich aussehen, können deshalb im Gegenlicht vollkommen unterschiedlich reagieren.
Was wie eine Binsenweisheit wirkt, vergisst man dabei vielleicht trotzdem allzu schnell: Es macht für den Bildeindruck einen gigantischen Unterschied, vor welche Linse man den jeweiligen Filter schraubt. Ein Softar kann vor einem Canon EF 135/2 viel zu stark wirken und vor einem Fujifilm XF56/1.2 genau richtig. Auch Licht, Blende, Brennweite und Hintergrund entscheiden mit darüber, wie deutlich die gestreuten Bildanteile sichtbar werden.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Glimmer Glas Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Glimmer Glas Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Black Diffusion Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Black Diffusion Filter
Wie man sieht, machen die modernen Diffusionsfilter das Bild durchaus softer. Für mich rangieren sie aber eher im Bereich klassischer analoger Objektive und sind keine „richtigen“ Weichzeichner-Filter, schon gar keine, die im Look an die klassischen Weichzeichner-Objektive herankommen. Sie reduzieren die digitale Schärfe und den Mikrokontrast auf ein für mich angenehmeres Maß. Genau dafür sind sie allerdings ausgesprochen gut.
„Fog“- / Nebel-Filter
„Fog“- oder Nebelfilter machen tatsächlich ziemlich genau das, was ihr Name verspricht: Sie legen einen Haze über das Bild. Trotzdem unterscheiden sie sich grundlegend von klassischen Weichzeichnern. Ein Softfocus-Objektiv kann einen erkennbar scharfen Bildkern besitzen und gleichzeitig helle Konturen überstrahlen lassen. Ein Fog-Filter senkt dagegen den Kontrast großflächiger und lässt Licht stärker in benachbarte Bildbereiche streuen. Das Ergebnis erinnert eher an Dunst, Nebel oder Licht, das durch eine nicht ganz klare Atmosphäre fällt.
Historische Filterhersteller unterschieden diesen Effekt ausdrücklich vom klassischen Softfocus. B+W beschrieb seine Fog-Filter beispielsweise als hellen Nebelschleier, der im Gegensatz zu eigentlichen Weichzeichnern auch größere dunkle Bildbereiche sichtbar aufhellt und Farben weißlicher beziehungsweise weniger gesättigt erscheinen lässt.
Solche Filter wurden deshalb keineswegs nur für schmeichelhaftere Portraits eingesetzt. Sie waren auch eine Möglichkeit, Atmosphäre künstlich zu erzeugen, wenn das Wetter oder die Studiobedingungen nicht mitspielen wollten. Besonders deutlich reagieren sie auf Lichtquellen und Gegenlicht. Aus einem vergleichsweise unspektakulären hellen Punkt kann plötzlich eine große diffuse Lichtfläche werden.
Die unterschiedlichen Stärken sollte man dabei nicht einfach als „etwas weich“ und „sehr weich“ betrachten. Je stärker der Filter, desto mehr verändert sich der gesamte Kontrasteindruck des Bildes. Beim Fog B ist irgendwann nicht mehr nur die Haut oder eine Kontur betroffen; die Atmosphäre des ganzen Bildes kippt. Genau deshalb sind diese Filter für mich weniger klassische Portrait-Weichzeichner als Werkzeuge zur Licht- und Stimmungsgestaltung.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Fog A Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Fog A Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Fog B Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Fog B Filter
Carl Zeiss Softar
Wahrscheinlich die Königsklasse der alten Weichzeichner-Filter ist für mich die Softar-Reihe. Schon beim ersten Blick auf das Filterglas erkennt man, dass hier etwas anderes passiert als bei einem modernen Diffusionsfilter. Die Oberfläche sieht fast so aus, als würde das Glas kleine Blasen werfen.
Diese „Blasen“ sind allerdings kein dekoratives Muster, sondern der eigentliche Trick des Softars. Über die Fläche sind zahlreiche kleine linsenartige Strukturen unterschiedlicher Größe verteilt. Das Licht, das zwischen ihnen hindurchgeht, erzeugt weiterhin das vom eigentlichen Objektiv gezeichnete Grundbild. Ein anderer Teil wird durch die kleinen Linsen gezielt defokussiert. Vereinfacht gesagt überlagert der Filter also ein scharfes Grundbild mit einem weicheren Bildanteil.
Genau deshalb bleibt ein erkennbarer Schärfekern erhalten, während sich gleichzeitig der typische Glow um Konturen und helle Bildbereiche legt. Das unterscheidet den Softar für mich deutlich von vielen modernen Diffusionsfiltern. Er nimmt einem modernen Objektiv nicht nur etwas Mikrokontrast und digitale Härte, sondern verändert den eigentlichen Abbildungscharakter erheblich stärker.
Interessant ist außerdem, dass die Wirkung des Softars weitgehend unabhängig von der gewählten Blende erhalten bleibt. Bei einem Pentax Soft oder vielen einfachen Softfocus-Objektiven sperrt man durch Abblenden zunehmend die stark aberrierten Randstrahlen aus und reduziert damit gleichzeitig den Effekt. Beim Softar befinden sich die kleinen Linsenstrukturen dagegen weiterhin vor der Optik. Man kann die Schärfentiefe also wesentlich unabhängiger von der Stärke der Weichzeichnung gestalten.
Softar 1 ist für eine zurückhaltendere Wirkung gedacht, Softar 2 erzeugt einen deutlich stärkeren Effekt. Daneben findet man auf dem Gebrauchtmarkt auch Softar 3, wie in meiner Testreihe. Bei den verschiedenen angebotenen Fassungen sollte man allerdings genau hinsehen: Nicht jedes Softar besitzt ein normales Schraubgewinde für beliebige Kleinbildobjektive. Viele Filter stammen aus bestimmten Kamerasystemen beziehungsweise wurden für spezielle Fassungen angeboten.
Hier erreichen wir für mich eine Weichzeichnung fast wie bei den richtigen Weichzeichner-Objektiven zu einem Bruchteil des Preises. Und da man den Filter einfach an vorhandene AF-Objektive schrauben beziehungsweise mit einem passenden Adapterring davor setzen kann, behält man auch den Autofokus.
Wenn man auf die originale Gegenlichtblende verzichten kann, muss man zudem nicht für jedes Objektiv einen Filter im genau passenden Durchmesser kaufen, sondern kann sich mit Step-up- und Step-down-Ringen behelfen. Softar 2 findet sich ebenfalls bei den Vollauflösungen auf dem Server.
Wer nur gelegentlich den klassischen Weichzeichner-Look sucht, sollte sich deshalb meiner Meinung nach zuerst nach einem Softar umsehen, bevor er dreistellige oder inzwischen teilweise noch deutlich höhere Beträge für seltene Spezialobjektive ausgibt. Für mich bleibt er der Filter in diesem Vergleich, der einem richtigen Softfocus-Objektiv am nächsten kommt.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Softar 1 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Softar 1 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Softar 3 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Softar 3 Filter
Canon EF 135/2 ohne Filter (f2)
Canon EF 135/2 mit Softar 1 (f2)

Fujifilm X-T5, XF33/1.4 mit Softar 1 Filter
Minolta Portrayer
Nach Veröffentlichung dieses Blogbeitrages wurde mir hier in den Kommentaren die Portrayer-Reihe von Minolta ans Herz gelegt. Beim ersten Blick auf das Filterglas würde ich sie irgendwo zwischen manchen strukturierten Cokin-Filtern und den Softaren einordnen. Auf der Oberfläche sitzen zahlreiche kleine Strukturen, allerdings nicht durchgehend und gleichmäßig über das gesamte Glas verteilt.
Interessant ist vor allem, wofür Minolta diese Filter ursprünglich entwickelte. Die Portrayer der P-Serie wurden ausdrücklich für die Farbfotografie und die Wiedergabe menschlicher Haut beworben. Minolta bezeichnete sie sogar als die weltweit ersten Filter zur selektiven Glättung menschlicher Hauttöne in Farbfotografien. Es ging also nicht darum, das gesamte Bild möglichst verträumt oder neblig erscheinen zu lassen, sondern Hautdetails weniger dominant abzubilden, ohne den grundsätzlichen Schärfeeindruck vollständig zu zerstören.
Die drei Stufen P1, P2 und P3 steigern den Effekt. P1 ist die zurückhaltendste Variante, P2 liegt in der Mitte und P3 erzeugt mit einem einzelnen Filter die stärkste Glättung. Minolta sah sogar ausdrücklich vor, zwei oder drei Portrayer
Damit stammen die Filter aus einer Zeit, in der „Hautretusche“ noch nicht bedeutete, in Lightroom einen Regler nach links zu ziehen oder eine KI über das Gesicht laufen zu lassen. Die gewünschte Interpretation der Haut wurde bereits bei der Aufnahme festgelegt.
Das ist nicht nur technisch interessant, sondern auch eine grundsätzlich andere fotografische Arbeitsweise: Der Look war Teil der Aufnahme und nicht eine später beliebig widerrufbare Entscheidung am Computer.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 1 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 1 Filter mit Blitz
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 2 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 2 Filter mit Blitz
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 3 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Portrayer 3 Filter mit Blitz
Nikon Soft 1
Natürlich hatte auch Nikon eigene Weichzeichnerfilter im Programm. Die ursprüngliche Serie bestand aus Soft 1 und Soft 2, wobei Soft 1 für den schwächeren und Soft 2 für den stärkeren Effekt ausgelegt war.
Äußerlich könnte man die Filter einfach für Nikons Antwort auf Softar und ähnliche Weichzeichner halten. Technisch beschritt die Firma allerdings einen bemerkenswert anderen Weg. Nikon wollte gerade keine Oberfläche mit sichtbaren Kratzern, Unebenheiten oder kleinen aufgesetzten Linsenstrukturen verwenden. Stattdessen wurde das Filterglas selbst verändert.
Entwickler der Filter war Teruyoshi Tsunashima, der bei Nikon auch Objektive konstruierte und sich bereits seit den frühen 1960er Jahren mit Softfocus und Bokeh beschäftigte. Für die Soft-Filter nutzte sein Team ein Ionenaustauschverfahren. Vereinfacht erklärt wurden Silberionen gegen Natriumionen im Glas ausgetauscht. In den entsprechenden Bereichen veränderte sich dadurch der Brechungsindex und im Glas entstand eine Verteilung unterschiedlicher Brechung, die Nikon mit dem Prinzip einer Gradient-Index-Linse vergleicht.
Durch die Kontrolle dieses Prozesses ließ sich bestimmen, wie viel Flare der Filter erzeugte. Soft 1 wurde auf eine geringere, Soft 2 auf eine stärkere Weichzeichnung ausgelegt. Nikon kontrollierte die Produktion dabei anhand des MTF-Abfalls – zu einer Zeit, in der entsprechende MTF-Messgeräte laut Nikon noch keineswegs selbstverständlich waren.
Die Entwicklung war sogar patentwürdig. Nikon meldete die Technik 1972 in Japan und 1973 in den USA zum Patent an. Die Serienentwicklung begann 1977, noch im selben Jahr lief die Massenproduktion an.
Das Ziel war ausgesprochen ambitioniert: Ein erkennbarer Schärfekern und eine hohe Auflösung sollten erhalten bleiben, während weißer, möglichst farbneutraler Flare hinzukam. Auch beim Abblenden sollte die Wirkung nicht einfach weitgehend verschwinden. Nikon wollte nach eigener Darstellung keine billige Simulation eines Weichzeichners durch einen Vorsatz, sondern mit einem Filter möglichst nah an den Charakter eines echten Softfocus-Objektivs herankommen.
Da mein Nikon Soft 1 kleiner als das Filtergewinde des zuvor verwendeten Minolta war, musste ich für diesen Vergleich einmal die Linse wechseln. Das Nikkor-P Auto 105/2.5 zeichnet auf der Pupille ohne Filter ebenfalls knackscharf, wie man bei den Vollauflösungen auf dem Server sehen kann. Der Unterschied im Testbild lässt sich damit ziemlich eindeutig dem Filter zuschreiben.
Die Geschichte hat übrigens noch eine kuriose Fortsetzung. Als Nikon wegen veränderter Anforderungen an die Inhaltsstoffe optischer Gläser das ursprüngliche Material nicht mehr verwenden konnte, ließ sich der Ionenaustausch mit den neuen Glassorten offenbar nicht reproduzieren. Ab 2005 entwickelte Nikon deshalb einen Nachfolger mit einer vollkommen anderen Technik. Der 2007 erschienene New Soft Focus Filter arbeitete nun doch mit einer Oberflächenstruktur aus sehr kleinen Mikrolinsen und sollte den Charakter des alten Soft 1 möglichst weitgehend nachbilden.
Dass Nikon für einen unscheinbaren Vorsatzfilter einen derartigen Entwicklungsaufwand betrieb, sagt viel darüber aus, welchen Stellenwert kontrollierte Unschärfe früher bei den großen Optikherstellern besitzen konnte.
Nikon Nikkor-P Auto 105/2.5 mit Nikon Soft 1 Filter
Nikon Nikkor-P Auto 105/2.5 mit Nikon Soft 1 Filter mit Blitz
Duto und B+W Wz
Ein wiederum vollkommen anderes Prinzip findet sich beim Duto-Filter. Sein Name ist keine kryptische Produktbezeichnung, sondern setzt sich aus den Nachnamen seiner beiden Erfinder Jenő Dulovits und Miklós Tóth zusammen. Die beiden Ungarn entwickelten den Duto-Weichzeichnervorsatz bereits 1932.
Auf einer klaren Glasscheibe befinden sich eingeätzte konzentrische Ringe, die einen Teil der Lichtstrahlen ablenken. Ein anderer Teil des Lichtes passiert weiterhin die klaren Flächen und erzeugt das vom eigentlichen Objektiv gezeichnete Bild. Dadurch kann ein vergleichsweise deutlicher Schärfeeindruck erhalten bleiben, während besonders um helle und kontrastreiche Bildbereiche weichere Lichtsäume entstehen.
Wer vor allem Haut absoften, Kanten – beispielsweise an den Augen – aber klar erkennbar lassen möchte, sollte sich deshalb Duto-Filter ansehen. Wie man im Vergleich zu einem klassischen Diffusor erkennt, entsteht trotz einer gewissen Weichheit ein vollkommen anderer Schärfeeindruck.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Duto Filter
Nikon Nikkor-P Auto 105/2.5 mit B+W Wz2 Filter
Das Prinzip war erfolgreich und findet sich in unterschiedlichen Varianten späterer Weichzeichnervorsätze wieder. Ringförmige Strukturen sind dabei optisch keine bloße Verzierung. Sie sorgen dafür, dass ein Teil der Strahlen anders gebrochen beziehungsweise abgelenkt wird als das Licht, das die klaren Flächen passiert.
Wo für den Nikon-Test ohnehin das Nikkor-P Auto 105/2.5 auf der Kamera war, durfte deshalb auch noch ein passender Filter von B+W davor: der B+W Wz 2.
Beim Blick auf solche Filter wird besonders deutlich, warum ich ungern einfach von „mehr oder weniger Weichzeichnung“ spreche. Softar, Nikon Soft und Duto können alle einen scharfen Grundkern mit weicheren Bildanteilen kombinieren. Der Weg dorthin ist aber vollkommen unterschiedlich: kleine Linsenstrukturen beim Softar, eine durch Ionenaustausch veränderte Brechungsindex-Verteilung beim ursprünglichen Nikon Soft und konzentrische Ringe beim Duto.
Am Ende erscheinen alle drei Bilder „weich“. Wie dieses weiche Bild entsteht und besonders wie Lichtquellen, Kontraste und feine Strukturen wiedergegeben werden, ist aber keineswegs dasselbe.
Nikon Nikkor-P Auto 105/2.5 mit B+W Wz2 Filter mit Blitz
Nikon Nikkor-P Auto 105/2.5 mit B+W Wz2 Filter
Cokin-System
Eine vollkommen andere Welt eröffnet sich mit den rechteckigen Cokin-Filtern. Das Creative Filter System wurde vom französischen Fotografen Jean Coquin entwickelt und 1978 eingeführt. Die eigentlich geniale Idee war weniger ein einzelner Filter als das System dahinter: Statt für jeden Objektivdurchmesser einen eigenen Schraubfilter zu kaufen, wird ein Halter über einen Adapterring am Objektiv befestigt. Die quadratischen beziehungsweise rechteckigen Filter lassen sich anschließend einfach einschieben und an unterschiedlichen Objektiven verwenden.
Was heute vor allem von ND-Verlaufsfiltern bekannt ist, wurde bei Cokin zu einem riesigen fotografischen Baukasten ausgebaut. Diffusoren, Farbfilter, Verlaufsfilter, Sternfilter und zahllose teilweise ziemlich wilde Effektfilter machten das System fast zu einer analogen Bildbearbeitungssoftware vor dem Objektiv.
Nicht mehr alle Varianten werden produziert, auf dem Gebrauchtmarkt findet man aber noch einen erstaunlichen Teil des früheren Sortiments. Das ist besonders deshalb praktisch, weil man für alle Objektive pro Effekt immer nur einen Filter braucht. Den Steckhalter kann man sogar selbst noch einmal mit einer Gegenlichtblende ausstatten.
Auch die hier getesteten Filter zeigen, wie unterschiedlich Cokin den Begriff Weichzeichnung beziehungsweise Diffusion interpretierte.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 083 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 083 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 084 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 084 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 087 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 087 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 088 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 088 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 089 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 089 Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 694 Filter („Sunsoft“ – Farbvariante ist bei den Vollauflösungen auf dem Server zu sehen)
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit Cokin 694 Filter mit Blitz („Sunsoft“ – Farbvariante ist bei den Vollauflösungen auf dem Server zu sehen)
Schon die alten Produktbezeichnungen machen die Unterschiede deutlich. 083 und 084 wurden als Diffuser angeboten, 087 ist ein Pastel 2, 088 ein Cold Color Diffuser und 089 ein Warm Color Diffuser. Beim 694 Sunsoft ist die Kombination aus Weichzeichnung und warmer Farbwirkung bereits Bestandteil des Namens und Konzepts.
Bei den Filtern 088, 089 und 694 lohnt sich deshalb unbedingt der Blick auf die Farbbilder auf dem Server. In Schwarz-Weiß geht ein Teil des eigentlichen Filtercharakters schlicht verloren.
Cokin bietet ausgesprochen spannende Spielmöglichkeiten. Wer allerdings gezielt den klassischen Weichzeichner-Effekt der dezidierten Objektive aus dem ersten Teil sucht, ist für mich weiterhin mit den Softar-Filtern besser bedient. Cokin ist weniger die möglichst perfekte Simulation eines Softfocus-Objektivs als eine ganze Werkzeugkiste für fotografische Effekte.
Und gerade darin liegt für mich inzwischen der Reiz dieses Systems. Heute kann man sich in Photoshop durch hunderte Presets und Ebeneneffekte klicken. Bei Cokin schob man eine farbige oder strukturierte Kunststoffscheibe vor das Objektiv und legte sich damit bereits vor dem Auslösen auf eine Interpretation fest. Auch hier war der Effekt keine spätere Option, sondern Teil der Aufnahme.
Effektfilter
Wo wir gerade bei dieser fotografischen Werkzeugkiste sind: Auch manche Filter, die eigentlich gar nicht als Weichzeichner gedacht sind, können je nach Motiv einen weicheren Bildeindruck erzeugen.
Ein einfaches Beispiel ist der 6-Stern-Filter. Ohne eine geeignete Lichtquelle wirkt er sich auf mein Testmotiv noch nicht besonders stark aus. Sobald jedoch ein helles Licht in das Bild gelangt, verändert sich nicht nur dessen Form. Das über das Bild verteilte Licht kann gleichzeitig den Kontrasteindruck und damit die wahrgenommene Härte der Aufnahme beeinflussen.
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit 6-Stern-Filter
Minolta Varisoft auf Stufe 0 (ohne Weichzeichner) mit 6-Stern-Filter
Ähnliche Ideen tauchen heute wieder bei kleinen Herstellern auf. Firmen wie Reflectlens greifen Effektfilter früherer Jahrzehnte auf und interpretieren sie teilweise neu. Der Aurora Orange Filter streut beispielsweise Gegenlicht und erzeugt dabei zusätzlich einen Farbeffekt, den man bei den Vollauflösungen auf dem Server erheblich besser erkennen kann.
Das zeigt allerdings auch einen möglichen Nachteil solcher stark strukturierten Filter. Die Linien, die den gewünschten Überstrahlungseffekt erzeugen, verschwinden nicht unbedingt unbemerkt im Bild. In unscharfen Lichtpunkten können sie deutlich sichtbar werden – ähnlich wie Spiegelobjektive ihre charakteristischen Donut-Bubbles produzieren.
Ob man das als störenden technischen Fingerabdruck oder als Teil des Looks betrachtet, ist letztlich Geschmackssache. Man sollte nur wissen, dass man ihn sich mit einkauft.

Fazit
Wenn man modernen digitalen Objektiven lediglich etwas von ihrer klinischen Klarheit nehmen möchte, bieten sich heute zahllose Diffusionsfilter an. Genau dafür verwende ich selbst einen Shimmer Diffusion Filter am Fujifilm XF33/1.4. Das Objektiv wird damit nicht zum Weichzeichner. Es zeichnet für meinen Geschmack einfach angenehmer.
Möchte man dagegen einen klassischen Softfocus-Look mit einem klaren Grundbild und darüberliegenden weicheren, überstrahlenden Bildanteilen, sollte man genauer hinsehen. Wie dieser Effekt erzeugt wird, macht einen erheblichen Unterschied. Die kleinen Linsenstrukturen eines Softars reagieren anders als ein Fog-Filter, Nikons durch Ionenaustausch verändertes Glas anders als die konzentrischen Ringe eines Duto.
Genau deshalb halte ich auch wenig von der Behauptung, all diese Effekte ließen sich mit einem einzelnen Photoshop-Rezept oder einem nach links gezogenen Klarheitsregler vollständig ersetzen. Natürlich kann man Bilder digital weichzeichnen. Aber ein physischer Filter verändert das Licht, bevor es den Sensor erreicht. Seine Wirkung hängt damit vom Motiv, von der Helligkeit einzelner Bildstellen und besonders von den tatsächlichen Lichtquellen im Bild ab.
Wer sich gerne daran versuchen möchte, den einen oder anderen hier gezeigten Effekt 1:1 digital nachzubauen, findet weiter oben die RAW-Datei meines Vergleichsbildes. Das Angebot steht weiterhin: Ich bin ausgesprochen neugierig auf Ergebnisse und Arbeitswege.
Für die gelegentliche Anwendung und besonders bei beschränktem Mitnahmeraum bleiben die Softar-Filter meine klare Empfehlung. Sie kommen für mich von allen getesteten Filtern dem Charakter eines richtigen Softfocus-Objektivs am nächsten und lassen sich gleichzeitig mit vorhandenen Autofokus-Objektiven kombinieren.
Wer es noch verträumter und mit größerer Steuerungsmöglichkeit haben möchte, findet im ersten Teil dieser Reihe die dezidierten Weichzeichner-Objektive. Das Minolta Varisoft Rokkor 85/2.8 bleibt dort für mich eines der besten klassischen Systeme. Inzwischen würde ich allerdings auch das Tamron SP 70–150mm f2.8 Soft erheblich prominenter nennen. Und durch die Beschäftigung mit der Vest Pocket Kodak und den Kiyohara-Objektiven ist mir noch deutlicher geworden, dass „Weichzeichnung“ nie nur eine einzige fotografische Ästhetik bezeichnet hat.
Vielleicht ist das am Ende die wichtigste Erkenntnis aus beiden Teilen: Schärfe lässt sich relativ einfach messen. Unschärfe muss man sich genauer ansehen.
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Hallo Erik,
mit Interesse habe ich beide Artikel über die gewollt, bilddienlich „Unschärfe“ gelesen. Natürlich stößt man bei diesem Thema auf den Name David Hamilton. Ich freue mich jeden Tag an dem Originalabzug eines seiner Bilder – eine Strandszene wohl in der Normandie, getitelt Hommage an Eugene Boudin . Ein klasse Photo! Viele versuchen, diesen Stil zu kopieren, mit oft mäßigem Erfolg! Dein Artikel kann da bestimmt Besserung schaffen!
Du schreibst, dass Du für Deine Fuji-Linsen bestimmte Filter verwendest. Ich hätte gerne einen solchen für meine XT4 und das 35er Fujinon, das hat einen Durchmesser von 43mm, im Netz finde ich aber nur Filter mit dem geringsten Durchmesser von 39mm. Kannst Du mir da weiterhelfen?
Gruß Volker
Ich nehme für mein XF33/1.4 immer den Shimmer Diffusion Filter von K&F um das Objektiv nicht so digital clean zu haben. Ich hatte davor das alte XF35/1.4, was mir vom Bokeh und dem allgemeinen Rendering sehr viel besser gefallen hatte, aber mit der X-T5 nicht mehr wirklich klar kommt. Mit dem Shimmer Diffusion Filter war das XF33 auch ganz gut zu handeln.
Ich weiß jetzt nicht, wie das Bokeh vom 35/2 aussieht, das Du (gemessen an der Filtergröße) hast, aber wenn Du auch diese Art von Filter haben möchtest, kannst Du K&F tatsächlich nur mit Step-Down Adaptern nutzen, da der Shimmer Diffusion Filter nicht kleiner als mit 49mm zu haben ist. Wenn man das nicht tun möchte (z.B. wegen einer Streulichtblende), aber trotzdem diese Art von Filter nutzen möchte, dann müsste man etwas tiefer in die Tasche greifen und einen Tiffen Glimmerglass Filter kaufen, den es auch mit 43mm Durchmesser gibt. Den Glimmerglass hatte ich hier im Artikel ja auch von der Wirkung her gezeigt.
Hello,
Your articles are very interesting, thanks.
I own an XT5 and the Fuji 33 f1.4 which is a candidate lens for being softer for portraits.
Is there a difference between using a filter like the K&F Shimmer Diffusion you use and lowering the Clarity parameter on Fuji XRaw?
Vab.
Thank you 🙂
Yes, it’s entirely different:
A diffusion filter changes how photons distribute spatially, especially around highlights. So it creates a glow that interacts with scene brightness. Clarity changes how edges are emphasized or suppressed after capture. So it’s fundamentally contrast manipulation, not light behavior.
Even with negative clarity, you won’t get: true halation around point light sources, highlight roll-off shaped by scattering, the same “cinematic glow” tied to exposure intensity …
Hello,
Ok, I understand.
Concerning the filters, you seem to use a Softar 1 or the K&F Shimmer Diffusion.
The (Zeiss ?) Softar 1 doesn’t seem to be produced anymore.
The results between them is different?
There are a lot of new filters made by K&F, Tiffen (Digital Diffusion FX and a lot more).
Have you tried them?
I have all my Softar filter from eBay. But make sure to find the right thread size. Some Softar filters are only for certain types of lenses.
In my opinion the Softar is the type of filter that is the closest to real soft focus lenses.
Shimmer Diffusion filter is a great (and cheap) daily filter to get the more modern Sigma Art lenses or the Fujifilm XF33/1.4 down to a nicer look without being too obvious as an effect filter. It’s very similar to Tiffens Glimmer Glass filter but for a fraction of the price.
The Tiffen website is perfect for learning about the different types of filters though as it has tons of comparing videos. You’ll find them when clicking on the individual filters or on their Vimeo site: https://vimeo.com/tiffencompany
I remember of this video now, thanks.
The K&F Shimmer Diffusion seems to be a good compromise and as you say is not that strong to keep it on the lens for everyday use.
Fuji presented the concept of a soft lens in its recent poll for the future of X lenses. However, nothing is sure and there’s currently no soft focus lens available for Fuji X Mount.
Voigtlander produces the quite new PORTRAIT HELIAR 75mm F1.8 which seem very interesting. Howerver, it’s only available for Sony E, Nikon Z and Canon RF mounts and there’s no adapter for Fuji X Mount.
Even with an adapter, I’m not sure it would work well on a high resolution APSC sensor.
I’m not sure if I want to know the price tag if Fujifilm should really do a soft focus lens :-D.
When you check the first part of this series (the one about the soft focus lenses) you’ll find some examples on the Fujifilm X-T5 – and indeed many of them really struggle on a 40MP APS-C sensor. Only the unicorn lens (the Tamron SF Zoom) really shines on the X-T5 — at least from the sf lenses I own. The gorgeous Minolta fails sadly.