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Die Fujifilm GFX-Welt mit dem Canon EF-Mount erweitern

Stell Dir vor, es gäbe einen Adapter, mit dem sich Autofokusobjektive eines der am weitesten verbreiteten Kamerasysteme weitgehend problemlos an einer Kamera verwenden lassen, deren native Objektive zwar hervorragend, aber häufig auch ausgesprochen kostspielig sind. Eigentlich müsste das Internet voll von Erfahrungsberichten über eine solche Kombination sein. Eigentlich.

Wir reden allerdings über Fujifilm und das GFX-System, bei dem ein Teil der Anhängerschaft noch immer den Eindruck vermittelt, dass möglichst nichts außer einem geweihten GF-Objektiv das Bajonett berühren sollte. Sobald in den einschlägigen Gruppen nach Fremdobjektiven gefragt oder sogar ein Bild gezeigt wird, das mit einem solchen entstanden ist, kann man vorsorglich schon einmal das Popcorn bereitstellen.

Dabei ist die Frage, welche Objektive man an einer Kamera verwenden darf, für mich keine Glaubensfrage. Sie ist eine fotografische.

Ylva, Kiel 2025. Canon 100/2.

Natürlich funktioniert nicht jedes für das Kleinbildformat konstruierte Objektiv am größeren Sensor einer Fujifilm GFX. Manche erzeugen deutlich schwarze Ecken, andere zeigen eine mehr oder weniger starke Randabdunklung, und wieder andere leuchten den Sensor zwar aus, liefern in den äußersten Ecken aber nicht mehr die Abbildungsleistung, die ihre Konstrukteure für das ursprünglich vorgesehene Format angestrebt hatten, was dann verschmiert aussieht.

Nur stellt sich für mich gerade bei Portraits die Frage, wie bedeutsam diese äußersten Ecken tatsächlich sind. Wenn ich mit weit geöffneter Blende fotografiere, liegt das bildwichtige Motiv normalerweise nicht in den letzten zwei Millimetern des Sensors. Dort darf ein Objektiv an Schärfe verlieren, dunkler werden oder einen etwas eigenwilligeren Charakter entwickeln, solange die Gesamtwirkung des Bildes stimmt.

Ein im Labor überlegenes Objektiv ist nicht zwangsläufig auch das Objektiv, mit dem das interessantere Portrait entsteht. Noch weniger selbstverständlich ist, dass ein gleich mehrfach höherer Preis im fertigen Bild einen entsprechend größeren fotografischen Gewinn bringt.

Jule & Nella, Kiel 2025. Sigma Art 85/1.4.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die nativen Objektive des GFX-Systems sind technisch außerordentlich gut. Sie sind hochauflösend, verlässlich, auf den Sensor abgestimmt und korrigieren viele optische Fehler bereits so gründlich, dass man sich während der Aufnahme kaum noch mit ihnen beschäftigen muss.

Genau darin liegt für mich bei manchen Motiven allerdings auch ihre Schwäche. Einige GF-Objektive zeichnen so sauber, neutral und kontrolliert, dass ich ihre Bilder gerade in der Portraitfotografie zu langweilig finde. Das ist kein allgemeingültiges Qualitätsurteil, sondern eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei Produktaufnahmen, Reproduktionen, Architektur oder bestimmten Formen der Landschaftsfotografie kann eine möglichst fehlerfreie Abbildung genau das sein, was benötigt wird. Bei Portraits suche ich dagegen häufig nach weicheren Übergängen, einem eigenständigeren Unschärferendering und einer Zeichnung, die den Menschen nicht nur möglichst präzise registriert, sondern dem Bild eine bestimmte Atmosphäre gibt.

Deshalb nutze ich an meiner GFX sehr viel Altglas. Ich greife zu alten Weichzeichnerobjektiven, adaptiere Projektionslinsen und verwende Konstruktionen, bei denen die optischen Fehler nicht restlos beseitigt wurden, sondern zu einem Bestandteil des Bildes werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich grundsätzlich manuell fokussieren möchte. Es gibt Situationen, Motive und Menschen, bei denen ein gut funktionierender Autofokus die Arbeit deutlich erleichtert.

Jim Rakete hat einmal sinngemäß gesagt, dass er die Kamera passend zu seinem Gegenüber auswähle. Ich würde diese Überlegung noch um die Entscheidung zwischen Autofokus und manuellem Fokus ergänzen. Auch die Art des Fokussierens beeinflusst schließlich, wie ich arbeite, wie schnell ich reagieren kann und wie sehr ich meine Aufmerksamkeit während der Aufnahme auf Technik oder auf den Menschen vor der Kamera richte.

Für diese Situationen ist der Canon-EF-Mount eine ausgesprochen interessante Erweiterung des GFX-Systems.

Ylva, Preetz 2025. Sigma Art 35/1.4.

Warum ausgerechnet Canon EF?

Der EF-Mount war über Jahrzehnte hinweg eines der wichtigsten professionellen Kamerasysteme. Entsprechend groß ist die Auswahl an Objektiven von Canon selbst sowie von Herstellern wie Sigma, Tamron, Tokina und anderen. Viele dieser Objektive sind heute gebraucht zu Preisen erhältlich, die sehr deutlich unter denen nativer Mittelformatobjektive liegen – teilweise zu einem zehntel des Preises.

Hinzu kommt, dass EF-Objektive vollständig elektronisch gesteuert werden. Ohne einen geeigneten Adapter lassen sich daher weder die Blende noch der Autofokus sinnvoll bedienen. Mit einem guten Smart-Adapter werden jedoch nicht nur diese Grundfunktionen übertragen. Auch EXIF-Daten, Augen- und Gesichtserkennung sowie – abhängig von Kamera, Objektiv und Adapterprofil – weitere Korrektur- und Stabilisierungsfunktionen können zur Verfügung stehen.

Der GFX-Sensor misst 43,8 × 32,9 Millimeter und besitzt damit ungefähr die 1,7-fache Fläche eines Kleinbildsensors. Wird ein Kleinbildobjektiv auf dem gesamten Sensor verwendet, verändert sich selbstverständlich nicht seine tatsächliche Brennweite. Sein Bildwinkel entspricht an der GFX aber ungefähr dem eines um den Faktor 0,79 kürzeren Objektivs an einer Kleinbildkamera. Ein 35mm-Objektiv zeigt daher ungefähr den Bildwinkel eines 28mm-Objektivs, ein 50er entspricht im Bildwinkel etwa 40mm und ein 100er ungefähr 79mm.

Das ist besonders für Portraits interessant. Brennweiten, die am Kleinbildformat eher konventionell wirken, werden an der GFX etwas weitwinkliger, ohne ihren Charakter als lichtstarke Festbrennweite zu verlieren. Dadurch entstehen Kombinationen aus Bildwinkel, Freistellung und räumlicher Wirkung, die im nativen GF-System entweder gar nicht oder nur mit erheblich teureren Objektiven zu erreichen sind.

Nella & Jule, Kiel 2025. Canon 40/2.8.

Der Adapter: Fringer EF-GFX Pro

Beim Adapter würde ich persönlich keine Experimente mehr machen. Meine klare Empfehlung ist der Fringer EF-GFX Pro. Er ist nicht die billigste Lösung, aber nach allem, was ich selbst erlebt und von anderen Nutzer gehört habe, häufig diejenige, bei der die Suche nach einem funktionierenden Adapter am Ende ohnehin endet.

Ich bin online auf genügend Fotograf gestoßen, die zunächst mit günstigeren Lösungen von Viltrox, Techart oder anderen Anbietern begonnen haben, sich über unzuverlässige Verbindungen, schwankende Autofokusleistungen oder eingeschränkte Kompatibilität ärgerten und später doch zum Fringer wechselten. Wer zweimal kauft, hat am Ende selten Geld gespart.

Der Fringer besitzt einen eigenen elektronischen Blendenring, überträgt die Objektivdaten in die EXIF-Dateien und unterstützt bei optimierten Objektiven Phasenautofokus sowie Gesichts- und Augenerkennung an den GFX100-Modellen. Objektivstabilisator und kamerainterner IBIS lassen sich ebenfalls ansteuern, wobei jeweils nur eines der beiden Systeme verwendet wird. Für ausgewählte Objektive stellt der Adapter zudem Korrekturprofile gegen laterale chromatische Aberration, Vignettierung und Verzeichnung bereit.

Ylva, Kiel 2025. Canon 100/2.

Allerdings sollte man auch den Fringer nicht als Zauberkasten betrachten. Fringer weist selbst darauf hin, dass die Autofokusleistung vom jeweiligen Objektiv und von den Lichtbedingungen abhängt. Die GFX50-Modelle arbeiten mit nur per Kontrastautofokus und erreichen daher nicht die Leistung der GFX100-Reihe mit Phasendetektion. Daher sollte man, wenn einem der Autofokus besonders wichtig ist, zur GFX100-Reihe greifen – egal, ob man nun natives GF-Glas oder adaptierte EF-Objektive nimmt.

An meiner GFX100S funktionieren die hier vorgestellten Objektive so zuverlässig wie native Linsen. Trotzdem handelt es sich bei den folgenden Einschätzungen nicht um einen Labortest. Sie beschreiben meine Exemplare, meine Motive und meine praktische Arbeit. Bei Fremdobjektiven kann sich die Sensorabdeckung außerdem je nach Fokusdistanz, Blende und teilweise sogar von Exemplar zu Exemplar etwas verändern.

Tamron 17-35 f2.8-4 Di OSD

Die größte Überraschung steht gleich am Anfang. Dass eine für Kleinbild konstruierte Festbrennweite den GFX-Sensor weitgehend ausleuchtet, kommt häufiger vor. Bei einem Ultraweitwinkelzoom, das bei 17mm beginnt, hätte ich dagegen mit erheblich stärkeren Einschränkungen gerechnet.

An meiner GFX lässt sich das Tamron über den gesamten Sensor verwenden. Bei 17mm ist eine leichte Randabdunklung sichtbar, die für meine Motive jedoch weder hart noch störend ausfällt. Mit zunehmender Brennweite nimmt sie ab und verschwindet schließlich weitgehend. Natürlich sollte niemand erwarten, bei 17mm und offener Blende in den äußersten Ecken die perfekte Gleichmäßigkeit eines speziell für diesen Sensor gerechneten Objektivs zu erhalten. Für meine Art der Fotografie ist die Leistung dennoch erstaunlich gut.

Auf dem gesamten GFX-Sensor ergibt das Zoom einen Bildwinkel, der ungefähr 13 bis 28mm am Kleinbildformat entspricht. Gerade am kurzen Ende entsteht damit eine ausgesprochen weite und dramatische Perspektive. Personen können stark in ihre Umgebung eingebunden werden, Räume wirken größer, Linien laufen energischer auseinander, und eine bewusst niedrige Kameraposition erhält eine enorme Wirkung.

Ida, Hamburg 2025

Das Tamron wiegt trotz seines Brennweitenbereichs nur rund 460 Gramm und fokussiert über den gesamten Zoombereich bis auf 28 Zentimeter. Dadurch bleibt die Kombination mit der ohnehin nicht kleinen GFX erstaunlich handlich. Die kurze Naheinstellgrenze ermöglicht außerdem ungewöhnliche Perspektiven, bei denen ein nahes Motiv sehr präsent vor einem weit aufgespannten Hintergrund steht.

Die Lichtstärke von f/2.8 bis f/4 klingt zunächst nicht spektakulär. Bei sehr kurzen Brennweiten ist eine starke Freistellung auf normale Portraitdistanz aber ohnehin schwierig. Wichtiger sind hier der enorme Bildwinkel, die geringe Naheinstellgrenze und die Möglichkeit, den großen Sensor tatsächlich zu nutzen.

Passend für dramatische Szenen, wie in dieser SHEROES Geschichte von Ylva, Kiel 2025

Canon hatte für den EF-Mount ebenfalls mehrere Zoomobjektive in diesem Brennweitenbereich im Programm. Angesichts des Gewichts, der Gebrauchtpreise und der in meiner Praxis sehr brauchbaren Sensorabdeckung habe ich mich dennoch für das Tamron entschieden und diese Entscheidung nicht bereut.

Sigma Art 24 f1.4 DG HSM

Das Sigma 24mm f/1.4 Art gehört streng genommen nicht in eine Liste von Objektiven, die den gesamten GFX-Sensor zufriedenstellend ausleuchten. Bei voller Sensorfläche zeigt es so deutliche Einschränkungen, dass ich es ausschließlich im 35-mm-Formatmodus verwende.

Warum nehme ich es trotzdem auf? Weil ein 24mm-Objektiv mit einer Anfangsöffnung von f/1.4 etwas ermöglicht, das das Tamron trotz seiner erheblich größeren Sensorabdeckung nicht leisten kann. Der 35-mm-Modus nutzt nur den Kleinbildbereich des Sensors, wodurch das Sigma wieder genau den Bildwinkel zeigt, für den es konstruiert wurde. An einer GFX100 bleibt dabei noch immer eine hohe Auflösung übrig, während die Kombination aus 24mm und f/1.4 eine Bildwirkung erlaubt, die mit einem lichtschwächeren Zoom kaum nachzubilden ist.

Gerade bei weitwinkligen Portraits geht es nicht ausschließlich darum, den Hintergrund vollkommen aufzulösen. Interessant ist vielmehr, eine Person deutlich von ihrer Umgebung zu trennen, ohne die Umgebung verschwinden zu lassen. Bei f/1.4 bleibt der Raum erkennbar, verliert aber einen Teil seiner visuellen Härte. Lichter werden weicher, der Blick wird stärker auf das Gesicht gelenkt, und trotzdem bleibt das Bild eindeutig ein Weitwinkelportrait.

Marie Jobst, Schauspielerin

Marie Jobst, Kiel 2026. Sigma Art 24/1.4

Mit einer Naheinstellgrenze von 25 Zentimetern eignet sich das Sigma außerdem für sehr körperliche und unmittelbare Perspektiven. Dabei muss man selbstverständlich aufpassen, Gesichter oder Gliedmaßen nicht ungewollt zu verzerren. Bewusst eingesetzt kann genau diese Nähe jedoch eine starke Präsenz erzeugen.

Das Sigma 24mm ist deshalb kein Ersatz für das Tamron. Es erfüllt eine andere Aufgabe. Das Tamron ist das vielseitigere Ultraweitwinkel für den gesamten Sensor, das Sigma die spezialisierte, aber spannende lichtstarke Option für den 35-mm-Crop.

Sigma Art 35 f1.4 DG HSM

Das Sigma 35mm f/1.4 Art gehört zu den Objektiven, bei denen die Adaption an die GFX nicht nur Kosten spart, sondern eine ungewöhnliche fotografische Kombination hervorbringt. Auf dem gesamten Sensor ergibt sich ungefähr der Bildwinkel eines 28mm-Objektivs an Kleinbild, gleichzeitig bleibt die hohe Lichtstärke von f/1.4 erhalten.

Bei meinem Exemplar ist die Sensorabdeckung fast vollständig. In den äußersten Ecken können je nach Motiv, Fokusdistanz und Blende eine leichte Abdunklung und eine nachlassende Abbildungsleistung sichtbar werden. Bei realen Portraitaufnahmen fällt das jedoch wesentlich weniger auf als bei einer gleichmäßig beleuchteten Wand oder einer Aufnahme, die ausschließlich zur Beurteilung der Ecken angefertigt wurde.

Ylva, Preetz 2025

Die eigentliche Besonderheit liegt für mich in der Verbindung aus weitem Bildwinkel und deutlicher Freistellung. Mit einem klassischen 28mm-Objektiv verbindet man normalerweise eine große Schärfentiefe und einen dokumentarischen Blick. Das Sigma kann an der GFX dagegen Umgebung zeigen und trotzdem eine klar erkennbare Schärfeebene setzen. Dadurch eignet es sich hervorragend für Environmental Portraits, inszenierte Geschichten und Bilder, bei denen eine Person sichtbar in einem konkreten Raum verankert bleiben soll.

Das Objektiv gehört zur früheren Generation der Sigma-Art-Serie, die eine hohe Schärfe und einen kräftigen Kontrast mit einem noch relativ angenehmen Übergang in die Unschärfe verbindet. Es zeichnet moderner und kontrollierter als klassisches Altglas, wirkt auf mich aber nicht so steril, dass der Mensch hinter der technischen Leistung des Objektivs verschwindet.

Sophie, Hamburg 2025

Wer seine Bilder bis in die äußersten Ecken bei 200 Prozent betrachtet, wird Grenzen finden. Wer ein lichtstarkes, weitwinkliges Portraitobjektiv für die reale Fotografie sucht, erhält dagegen eine Kombination, die im GFX-System nur schwer zu ersetzen ist.

Canon 40 f2.8 STM

Das Canon EF 40mm f/2.8 STM ist beinahe das Gegenstück zu den großen Sigma- und Tokina-Festbrennweiten in diesem Artikel. Es ist weder besonders lichtstark noch mechanisch imposant. Dafür ist es so klein, dass die GFX mit Adapter plötzlich fast wie eine vernünftig transportierbare Kamera wirkt.

Das Pancake ist lediglich 22,8 Millimeter lang und wiegt ungefähr 130 Gramm. Canon brachte es 2012 als das damals dünnste und leichteste Objektiv des EF-Systems auf den Markt. Es fokussiert bis auf 30 Zentimeter und erreicht einen maximalen Abbildungsmaßstab von 0,18.

Auf dem gesamten GFX-Sensor entspricht sein Bildwinkel ungefähr einem 32mm-Objektiv an Kleinbild. Das ist eine sehr angenehme Brennweite für Reportage, Gruppenaufnahmen und Portraits, bei denen etwas mehr Umgebung zu sehen sein soll, ohne dass die Perspektive bereits ausgesprochen weitwinklig wirkt.

SHEROES Serie von Nella, Hohwacht 2025

Bei meinem Exemplar ist die Abdeckung gut genug, um das Objektiv auf der vollen Sensorfläche zu verwenden. Die Lichtstärke von f/2.8 erzeugt keine spektakuläre Freistellung, doch das ist auch nicht der eigentliche Sinn dieser Kombination. Das Canon ist ein unkompliziertes, kleines Objektiv, das sich problemlos zusätzlich einpacken lässt und die GFX deutlich weniger kopflastig macht.

Der STM-Autofokus wird von Canon als besonders gleichmäßig und leise beschrieben. An meiner adaptierten Kombination ist er allerdings durchaus hörbar. Für Fotografie spielt das kaum eine Rolle, bei Videoaufnahmen mit kameranahem Mikrofon sollte man es im Hinterkopf behalten.

Es ist kein Objektiv, das ich wegen eines überwältigenden Bokehs oder eines exotischen Renderings empfehlen würde. Sein Reiz liegt in der Reduktion: eine kleine, leichte und überraschend brauchbare Kombination für eine Kamera, die sonst schnell zu einem recht umfangreichen System anwächst.

Tokina Opera 50 f1.4

Das Tokina Opera 50mm f/1.4 ist einer meiner klaren Favoriten in dieser Liste und zugleich eines der Objektive, die viel weniger Aufmerksamkeit erhalten haben, als sie meiner Ansicht nach verdienen.

Es leuchtet den GFX-Sensor bei meinem Exemplar vollständig aus, ist bereits bei offener Blende scharf und verbindet diese Schärfe mit einem sehr angenehmen Unschärferendering. Die Übergänge wirken weich, ohne dass das Bild insgesamt weichgezeichnet erscheint. Das Motiv löst sich deutlich vom Hintergrund, die Unschärfe bleibt aber ruhig und zusammenhängend.

Chiara, Hamburg 2025

Auf der GFX ergibt sich ungefähr der Bildwinkel eines 40mm-Objektivs an Kleinbild. Damit liegt das Tokina zwischen einer klassischen Normalbrennweite und einem leichten Weitwinkel. Für Halbportraits, Ganzkörperaufnahmen und Bilder mit sichtbarer Umgebung empfinde ich diesen Bereich als ausgesprochen vielseitig.

Das Objektiv besitzt 15 Linsen in neun Gruppen, neun Blendenlamellen, eine Naheinstellgrenze von 40 Zentimetern und wiegt rund 950 Gramm. Mit einem kleinen „Nifty Fifty“ hat es äußerlich daher wenig gemeinsam. Es ist groß, schwer und lässt die Kamera keineswegs unauffällig werden.

Trotzdem ziehe ich es persönlich dem Sigma 50mm f/1.4 Art zumindest an der GFX vor. Das Sigma ist ebenfalls ein hervorragendes Objektiv, doch das Tokina verbindet für mich technische Qualität und Bildcharakter überzeugender. Es ist scharf, ohne seine gesamte Wirkung aus Schärfe zu beziehen.

Die EF-Version ist inzwischen schwer zu finden und wird nicht mehr produziert. Ich bin selbst deshalb auf die Nikon-F-Version gewechselt, die sich mit dem entsprechenden Fringer-Adapter ebenfalls elektronisch an der GFX verwenden lässt. Für einen Artikel über EF-Objektive bleibt das Opera dennoch relevant, weil es ursprünglich in beiden Anschlüssen angeboten wurde und die EF-Ausführung gebraucht gelegentlich noch auftaucht.

Antje, Kiel 2025

Der größte Nachteil ist somit nicht die Abbildungsleistung, sondern die Kombination aus Gewicht und inzwischen eingeschränkter Verfügbarkeit. Wer ein Exemplar findet und sich an der Größe nicht stört, erhält jedoch eines der interessantesten lichtstarken Normalobjektive für die GFX.

Sigma Art 85 f1.4 DG HSM

Das Sigma 85mm f/1.4 Art zeigt sehr gut, warum ich die Art-Serie trotz meiner Vorliebe für ältere und charakterstärkere Objektive schätze. Sigma hat diese Objektive auf hohe Auflösung und eine starke Korrektur optischer Fehler ausgelegt, ohne das Unschärferendering vollkommen zu vernachlässigen.

An der GFX ergibt das 85er ungefähr den Bildwinkel eines 67mm-Objektivs an Kleinbild. Es ist damit etwas weiter als ein klassisches 85mm-Portraitobjektiv, bleibt aber deutlich enger als eine Normalbrennweite. Für Halbportraits, Dreiviertelportraits und Aufnahmen von zwei Personen ist dieser Bildwinkel ausgesprochen angenehm.

Sophie, Hamburg 2025

Bei offener Blende entsteht eine sehr deutliche Trennung zwischen Motiv und Hintergrund. Gleichzeitig bleibt die fokussierte Ebene präzise genug, um auch die hohe Auflösung der GFX sinnvoll zu nutzen. Das Objektiv zeichnet sauberer und schärfer als viele ältere Canon-85er, ohne für mich vollkommen klinisch zu wirken. Das Bokeh ist nicht so eigenwillig wie bei manchen klassischen Konstruktionen, aber ruhig, weich und für Portraits sehr gut kontrollierbar.

Der Preis dafür ist im wörtlichen Sinne schwer zu tragen. Die DSLR-Version wiegt je nach Anschluss ungefähr 1,13 Kilogramm, verwendet 86-mm-Filter und ist bereits ohne Adapter ein ausgesprochen großes Objektiv.

Lisa-Marie, Eckernförde 2025

Mit einer GFX und dem Fringer wird daraus eine Kombination, die man nach einem längeren Shooting in den Armen spürt. Für eine kleine Reportageausrüstung wäre sie meine letzte Wahl. Für geplante Portraitaufnahmen, bei denen Bildwirkung und Offenblendleistung wichtiger sind als ein geringes Gewicht, gehört das Sigma dagegen zu den überzeugendsten Objektiven dieser Liste.

Canon EF 100 f2 USM

Das Canon EF 100mm f/2 USM kam eher zufällig zu mir. Es gehört nicht zu den Canon-Objektiven, über die ständig gesprochen wird, und steht bis heute im Schatten des berühmteren 85mm f/1.4 bzw. f/1.2 und des 135mm f/2L. Gerade deshalb ist es für mich zu einem kleinen Geheimtipp geworden.

Canon stellte das Objektiv bereits 1991 vor. Trotz seiner Lichtstärke wiegt es nur etwa 460 Gramm und ist mit einer Länge von gut sieben Zentimetern erstaunlich kompakt. Die Naheinstellgrenze liegt bei 90 Zentimetern.

Auf der GFX entspricht sein Bildwinkel ungefähr einem 79mm-Objektiv an Kleinbild und liegt damit in einem für Portraits sehr vertrauten Bereich. Es ist enger als das Sigma 85mm an demselben Sensor, lässt aber noch genügend Abstand zum 135er, um keine bloße Zwischenlösung zu sein.

Ylva, Schülp 2025

Was mich an diesem Objektiv begeistert, ist die Verbindung aus brauchbarer Offenblendschärfe und einem deutlich klassischeren Rendering. Die Unschärfe wirkt cremig, Hintergründe lösen sich weich auf, und das Bild besitzt für mich jene leichten Vintage-Anklänge, die vielen modernen Hochleistungsobjektiven fehlen. Das Canon ist nicht unscharf und auch kein Effektobjektiv. Es zeichnet nur weniger demonstrativ technisch als ein aktuelles Sigma Art.

Hinzu kommt die vollständige Sensorabdeckung meines Exemplars. Dadurch kann ich den gesamten GFX-Sensor nutzen, ohne später schwarze Ecken beschneiden oder von vornherein in den Kleinbildmodus wechseln zu müssen.

Ylva, Schülp 2025

Für mich bildet das 100er gemeinsam mit dem Canon 135mm f/2L ein ausgesprochen stimmiges Portraitduo. Beide besitzen eine ähnliche Grundanmutung, erfüllen durch ihre unterschiedlichen Bildwinkel aber klar getrennte Aufgaben. Das 100er ist flexibler bei begrenztem Raum und eignet sich besser für etwas weitere Portraits, während das 135er den Hintergrund stärker verdichtet und eine größere Aufnahmedistanz verlangt.

Sigma 105 f2.8 EX DG OS HSM Macro

Makroobjektive sind bei der Adaption eine besondere Kategorie. Nicht jedes Modell kommuniziert zuverlässig mit dem Fringer, und selbst bei grundsätzlich funktionierendem Autofokus kann die Leistung im Nahbereich deutlich schwanken. Wenn dann zusätzlich der gesamte GFX-Sensor ausgeleuchtet werden soll, wird die Auswahl noch kleiner.

Das Sigma 105mm f/2.8 EX DG OS HSM Macro erfüllt diese Anforderungen bei meinem Exemplar erstaunlich gut. Es bietet eine vollständige Abbildung bis zum Maßstab 1:1, besitzt einen eigenen optischen Stabilisator und verwendet eine Innenfokussierung, bei der sich die Baulänge während des Scharfstellens nicht verändert. Sigma weist allerdings selbst darauf hin, dass die Wirkung des optischen Stabilisators mit abnehmender Aufnahmedistanz nachlässt. Gerade bei echten Makroaufnahmen ersetzt er daher weder eine saubere Kamerahaltung noch ein Stativ.

Vincent

An der GFX liegt der Bildwinkel ungefähr im Bereich eines 83mm-Objektivs an Kleinbild. Dadurch lässt sich das Sigma nicht nur für Makroaufnahmen, sondern grundsätzlich auch als Portraitobjektiv einsetzen. Die Lichtstärke von f/2.8 ist im Vergleich zu den anderen Festbrennweiten dieses Artikels zwar geringer, für Nahaufnahmen wird ohnehin häufig abgeblendet, um wenigstens eine etwas größere Schärfentiefe zu erhalten.

Aus der Hand sind mit der Kombination brauchbare Makroaufnahmen möglich. Bei sorgfältig geplanten Motiven würde ich trotzdem ein Stativ bevorzugen, weil schon kleinste Bewegungen die Schärfeebene erheblich verschieben können.

Aus der SHEROES Serie

Abseits einiger Tests ist das Sigma bei mir bisher noch nicht häufig zum Einsatz gekommen, weil ich meine bisherigen Nahaufnahmen überwiegend mit adaptiertem Altglas realisiert habe. Ich wollte jedoch eine zuverlässige Sicherheitsoption mit Autofokus besitzen. Genau diese Rolle erfüllt es: nicht unbedingt das charakterstärkste Objektiv meiner Sammlung, aber ein technisch vielseitiges Werkzeug, auf das ich mich bei Bedarf verlassen kann.

Canon 135 EF 135 f2 USM

Das Canon EF 135mm f/2L USM ist eines jener Objektive, bei denen man versteht, weshalb bestimmte Konstruktionen über Jahrzehnte hinweg einen beinahe legendären Ruf behalten. Canon stellte es bereits 1996 vor, und trotz seines Alters gehört es für mich noch immer zu den schönsten Portraitobjektiven des EF-Systems.

Es wiegt ungefähr 750 Gramm, fokussiert bis auf 90 Zentimeter und verwendet zwei UD-Glaselemente zur Korrektur chromatischer Fehler. Auf dem gesamten GFX-Sensor entspricht sein Bildwinkel ungefähr einem 107mm-Objektiv an Kleinbild.

Lisa-Marie, Kiel 2025

Damit ist es an der GFX kein extrem langes Teleobjektiv, sondern eine sehr klassische Portraitbrennweite. Der Abstand zum Modell bleibt angenehm, Hintergründe werden sichtbar verdichtet, und bei f/2 entsteht eine deutliche Freistellung, ohne dass der Bildausschnitt so eng wird wie bei einem tatsächlichen 135mm-Bildwinkel am Kleinbildformat.

Die Schärfe ist bereits bei offener Blende vollkommen ausreichend, aber sie wirkt nicht so aggressiv und mikrokontrastreich wie bei manchen modernen Konstruktionen. Besonders gefällt mir der Übergang aus der fokussierten Ebene in die Unschärfe. Er erfolgt nicht abrupt, sondern besitzt etwas Fließendes, wodurch Gesichter plastisch wirken, ohne wie ausgeschnitten vor dem Hintergrund zu stehen.

Ylva, Schülp 2025

Das Rendering passt hervorragend zum Canon 100mm f/2. Beide Objektive stammen aus einer ähnlichen optischen Epoche und verbinden eine solide technische Leistung mit einer Bildwirkung, die noch nicht vollständig auf maximale Korrektur getrimmt ist. Das 100er ist kleiner, leichter und in Innenräumen flexibler. Das 135er bietet dafür eine stärkere Verdichtung und eine besonders elegante Trennung des Motivs vom Hintergrund.

Für Portraitfotograf, die den EF-Mount an der GFX nutzen möchten, gehört das 135mm f/2L für mich deshalb tatsächlich zu den Pflichtobjektiven. Nicht, weil es in jeder messbaren Kategorie allen neueren Konstruktionen überlegen wäre, sondern weil seine Gesamtheit aus Bildwinkel, Lichtstärke, Rendering, Autofokus und inzwischen häufig vernünftigem Gebrauchtpreis noch immer außergewöhnlich stimmig ist.

Ein kleines Fazit

Die Adaption von EF-Objektiven macht aus der GFX natürlich noch immer kein billiges Kamerasystem. Auch ein guter Adapter kostet Geld (besonders der Fringer, der aber jeden Cent wert ist), einige der interessantesten Objektive sind groß und schwer, und nicht jede Kombination funktioniert auf Anhieb so überzeugend, wie man es sich wünschen würde. Sie erweitert das System aber erheblich zu einem Bruchteil des Preises von GF-Linsen, besonders wenn man sich an den hier genannten Objektiven orientiert.

Wer bereits EF-Objektive besitzt, kann einen Teil seiner vorhandenen Ausrüstung weiterverwenden. Wer neu einsteigt, findet auf dem Gebrauchtmarkt eine große Auswahl an Festbrennweiten und Zoomobjektiven, die fotografisch weit mehr bieten als nur eine preiswerte Notlösung. Einige leuchten den gesamten Sensor überraschend gut aus, andere sind im 35-mm-Crop noch immer sinnvoll, weil ihre Lichtstärke oder ihr Rendering eine besondere Bildwirkung ermöglichen.

Vor allem aber befreit die Adaption die GFX ein Stück weit von der Vorstellung, dass eine hochwertige Kamera ausschließlich mit den vom Hersteller vorgesehenen Objektiven betrieben werden dürfe. Ein Objektiv muss nicht auf dem Papier oder im Labor perfekt sein, um für ein Bild perfekt zu passen. Es muss auch nicht in jeder Ecke maximale Schärfe liefern, wenn gerade seine Übergänge, seine Unschärfe oder seine kleinen Eigenheiten den Charakter erzeugen, den man sucht.

Das gilt für Altglas ebenso wie für moderne EF-Objektive. Die GFX ist nicht nur eine Plattform für technisch möglichst fehlerfreie GF-Optiken. Sie ist durch ihren großen Sensor und ihr kurzes Auflagemaß zugleich eine der vielseitigsten Kameras für Fotograf, die unterschiedliche optische Sprachen ausprobieren möchten.

Wenn Du Erfahrungen mit weiteren Autofokusobjektiven für den EF-Mount gemacht hast, die den gesamten GFX-Sensor gut ausleuchten, hinterlasse Deine Empfehlungen gerne in den Kommentaren. Besonders interessant sind für mich bezahlbare und vielleicht etwas übersehene Objektive. Es gibt durchaus Berichte über hochpreisige Canon-Konstruktionen, die an der GFX hervorragend funktionieren. Bei vierstelligen Gebrauchtpreisen geht für mich jedoch ein wesentlicher Reiz der Adaption verloren.

Chiara, Hamburg 2025. Tokina Opera 50/1.4.

2 Kommentare
  1. Ralf Mueller sagte:
    29. September 2025 um 19:29

    Danke fuer den tollen Beitrag!
    fuer mich bleibt als Essenz zurueck: Du kannst deine Fotos nicht schlecht machen mit nicht-fuji-objektiven – insofern eruebrigen sich Hersteller-Dogmen.
    Ich habe an meiner nikon lange ein soligor 100mm/3.5 macro verwendet, das rein mechanisch wirklich unterirdisch war. Aber die Bilder mochte ich einfach. Leider ist es mir runtergefallen.

    Ausserdem bestaetigt sich einmal mehr: Schaerfe wird ueberbewertet.

    Antworten
    • Erik Schlicksbier sagte:
      29. September 2025 um 19:50

      Schärfe wird auf jeden Fall überbewertet – zumindest was diese klinische Schärfe angeht. Denn all diese Canon und Sigma Objektive sind ja scharf, aber rendern das Bokeh eben ganz anders als zu Tode korrigiertes Glas.

      Eines meiner Vintage-Favoriten ist momentan das Itorex Auto Zoom MC 80-205/3.8. Eine Zoom-Linse, die ich für 19€ bei Kamerastore in Finnland gekauft hatte und die nicht nur den gesamten GFX-Sensor abdeckt, sondern auch ganz wunderbar rendert: https://www.flickr.com/photos/erikschlicksbier/54748052794

      Antworten

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Ep. 63 – „Amor Eterno“ – Kai Behrmanns neuer Bildband
byErik Schlicksbier

Jedem, der Fotopodcasts hört, sollte Kai Behrmann ein Begriff sein. Heute geht es aber weder um „Gate 7“, noch um „Abenteuer Reportagefotografie“ — heute geht es um Kai als Fotografen. Wir reden darüber, wie er zur Fotografie im Allgemeinen und wie er zu seinem Fotoprojekt „Amor Eterno“ im Speziellen gekommen ist und warum er sich für Kickstarter entschieden hat, um diesen Bildband jetzt auf den Markt zu bekommen.

Unterstütze jetzt Kai und „Amor Eterno“ auf Kickstarter: https://www.kickstarter.com/projects/kai-behrmann/amor-eterno

Abenteuer Reportagefotografie: https://www.abenteuer-reportagefotografie.de

Sebastian Schröders Buch „Eins reicht“: https://amzn.to/36GmRdl

Sebastian bei Studio Kreativkommune zu Gast: https://studio.kreativkommune.org/034-bildauswahl-fuer-bildbaende-und-fotostrecken

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Ep. 63 – „Amor Eterno“ – Kai Behrmanns neuer Bildband
Ep. 63 – „Amor Eterno“ – Kai Behrmanns neuer Bildband
25. Juni 2026
Erik Schlicksbier
Ep. 62 – Mit Bildern Geschichten erzählen
13. Oktober 2025
Erik Schlicksbier
Ep. 61 – Business-Fotografie – Posing & Lichtsetzung
11. September 2025
Erik Schlicksbier
Ep. 60 – Ein Langzeitprojekt durchführen und herausbringen
15. Mai 2025
Erik Schlicksbier
Ep. 59 – Schärfe ist ein bürgerliches Konzept (mit Tom Stöven)
6. Februar 2025
Erik Schlicksbier
Ep. 58 – Künstliche Lichtsetzung (mit Thomas B. Jones)
23. Januar 2025
Erik Schlicksbier
Ep. 57 – Radioaktive Objektive: Gefährlich oder nicht?
4. November 2024
Erik Schlicksbier
Ep. 56 – Die narrative Fotografie
2. April 2024
Erik Schlicksbier
Ep. 55 – Altglas (u.a.) für die Fujifilm GFX100
22. Januar 2024
Erik Schlicksbier
Ep. 54 – Typografie für Fotograf:innen
16. November 2023
Erik Schlicksbier
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